Mittelalter
2010, München
"KARFUNKELSTEIN UND SEIDE
Neue Schätze aus Bayerns Frühzeit"
Archäologische Staatssammlung
Archäologische Jahrhundertfunde passieren in Ägypten, Griechenland, Kleinasien und manchmal auch direkt vor unserer Haustüre: in diesem Fall vor den Toren Münchens, in Unterhaching.
Erstmals sind Objekte in die Archäologische Staatssammlung gelangt, die in der Lage sind, der bereits 1881 entdeckten Bügelfibel von Wittislingen den Rang als „Superstar des frühen Mittelalters" abzulaufen. Die sensationellen Schmuckstücke stammen aus Gräbern in Unterhaching bei München, die in der Zeit um 500 angelegt worden waren, eine Epoche, in der sich der Stamm der Bajuwaren zu formieren beginnt. Nach der Entdeckung im Jahre 2005 wurden die Fundobjekte in einer gemeinsamen Aktion von Archäologischer Staatssammlung und Bayerischem Landesamt für Denkmalpflege restauriert und wissenschaftlich untersucht. Dabei konnte man die modernsten naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden, die uns heute zur Verfügung stehen, nutzen. In der Ausstellung werden die erzielten Ergebnisse erstmals dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Neben der Präsentation der Objekte, werden in der Ausstellung auch die modernen Arbeitsweisen der Archäologie vorgestellt, die von der Anthropologie bis zu der gewaltigen PIXE (Proton-induced-X-ray-emission)-Anlage in den Kellern des Louvre reicht. Nicht zuletzt soll ein historisches Grundwissen über die Zeit des Frühen Mittelalters vermittelt werden. Die Funde von Unterhaching haben unsere wissenschaftliche Erkenntnis über diese Epoche auf eine neue Basis gestellt. Deutlich zeichnet sich jetzt das Tal südlich von München als ein Machtzentrum ersten Ranges ab. Die dort im 5. Jahrhundert n. Chr. ansässige Familie war in der Lage, sich mit Seide aus China, Edelsteinen aus Rajahstan und Schmuckstücken, die in den exklusivsten Goldschmiedewerkstätten Italiens hergestellt worden waren, zu versorgen.
Die Ausstellung wird Leihgaben von internationalem Rang zeigen. Das Archäologische Museum von Xinjang, der Louvre, das Musée des Antiquités Nationales in Saint-Germain-en-Laye, die Villa Giulia und die Capitolinischen Museen in Rom haben bereits ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.
2006, Nürnberg
Die Macht des Silbers
Karolingische Schätze im Norden
Germanisches Nationamuseum Nürnberg
Für die politische, religiöse und künstlerische Entfaltung des Karolingischen Reiches war Silber essentiell. Kein anderer Stoff war für die materielle und repräsentative Grundlegung des neuen Imperiums im 9. Jahrhundert so wichtig. Von der Währung über die militärische Ausstattung, den Ornat und die Insignien des weltlichen und geistlichen Adels bis zum liturgischen Gerät für den Gottesdienst - für all das bildete Silber den Grundstoff, und in all dem offenbart sich die damalige Macht des Silbers.
Die Ausstellung zeigt herausragende karolingische Silberwerke: Herrschaftsinsignien, Reit- und Waffenzubehör des Adels, liturgische Gefäße und Reliquiare sowie Münzschätze. Hinzu kommen kostbarer Goldschmuck und Goldprägungen aus den Hofwerkstätten der karolingischen Könige und Kaiser.
2002, Rain am Lech
Es klappert die Mühle ...
Die ältesten Wassermühlen in Schwaben
Die karolingerzeitliche Mühle von Dasing
2002, Mannheim
Europas Mitte um 1000
Ein deutsch - polnisch - slowakisch - tschechisch - ungarisches Ausstellungsprojekt
27. Europaratsausstellung im Reiss-Museum Mannheim
Rezension
1998, Neuburg
Aller Anfang liegt im Dunkeln
Die ersten Neuburger vor mehr als 1200 Jahren
Ausstellung im Rahmen des Mittelalterprojektes zur Zivilisationsgeschichte der frühen Neuburger
Neuzeit
2000, Ingolstadt
Ingolstadt -
Vom Werden einer Stadt -
Geschichten und Gesichter
Jubiläumsausstellung 750 Jahre Ingolstadt
in den Ausstellungshallen im Klenzepark: Reithalle, Exerzierhaus und Reduit Tilly
2010, Stuttgart
Edward Burne-Jones - Das irdische Paradies
Staatsgalerie Stuttgart, http://www.staatsgalerie.de/
Die Staatsgalerie Stuttgart widmet dem Werk des bedeutenden viktorianischen Malers Edward Burne-Jones (1833 - 1898) zum ersten Mal in Deutschland eine eigene Ausstellung. Mythen, Legenden und Sagen werden in den großen Erzählzyklen des Künstlers lebendig, die im Fokus der Präsentation stehen. Sie entführen den Besucher in zauberhafte Welten. Das Märchen von Dornröschen, die Sage von König Artus und den Rittern der Tafelrunde und der Mythos des Halbgottes Perseus, der die grauenvolle Gorgo Medusa enthauptete und die Königstochter Andromeda aus den Fängen eines Seeungeheuers befreite: Diese und andere Geschichten stellte Burne-Jones nicht nur in großformatigen Gemälden und Wandteppichen dar. Auch in Entwürfen für Glasfenster, Keramikplatten, Möbelstücken, Buchillustrationen und anderen plastischen oder textilen Arbeiten thematisierte er häufig solche literarische Vorlagen. Die neuen Ausstellungsräume im Erdgeschoss der Alten Staatsgalerie sind jeweils verschiedenen Erzählwelten gewidmet.